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News von 2013
Dienstag, 11.Juni 2013

Pressemitteilung - Gründung "Europäisch-Christliches Entwicklungswerk für Syrien e.V."


Sehr geehrte Medienvertreter,


am 10. Mai 2013 fand im Augsburger Bukowina-Institut die Gründungsversammlung für das „Europäisch-Christliche Entwicklungswerk für Syrien e.V.“ statt. Dieses Entwicklungswerk hat sich zum Ziel gesetzt, die syrisch-christliche Bevölkerung insbesondere nach dem Ende des Bürgerkrieges nachhaltig zu unterstützen, wieder Fuß in der Heimat zu fassen, Strukturen aufzubauen und die Identität und Kultur der Assyrer sowie anderer Christen in einem nicht-christlichen Umfeld zu erhalten. Zum Vorstand der Organisation wurden Issa Hanna (Vorsitzender), Janet Abraham (Stellvertreterin), Marianne Brückl (Schriftführerin) und Nahrin Schuesche (Kassenwart) gewählt. Zum Vorstand gewählt wurde auch Pfr. Emanuel Youkhana, der für Projektarbeit  zuständig sein wird. Für die Kassenprüfung wurden Sami Demir und Toni Piro gewählt. Dazu wurde ein Beirat etabliert, dem Prof. Dr. Rudolf Grulich, Dr. Ortfried Kotzian, Wolfgang Friedel, Dr. Gabriele Yonan  und Kirchenrat  Thomas Prieto-Peral als deutsche Freunde und Förderer, sowie Chorpiskopos Dr. Emanuel Aydin, Attiya Gamri, Dr. Abrohom Lahdo, Iskandar Mirza und Dipl.-Ing. Abdulmesih BarAbraham angehören.

 Das neu gegründete „Europäisch Christliche Entwicklungswerk für Syrien e.V.“ lässt hoffen, dass die christlichen Bürger Syriens nach einem Ende des Bürgerkrieges im Land eine Chance erhalten, wieder in ihrer Heimat leben zu können. Es hat sich zum satzungsmäßigen Ziel gesetzt, Christen verschiedener Konfessionen im humanitären Bereich zu unterstützen, christliche zivile Organisationen aufzubauen und zu fördern.

 

Insbesondere hat das neue Entwicklungswerk auch die bildungsmäßige Förderung von Nachwuchs und Jugend durch Projekte und Maßnahmen im Programm. Dies soll dazu beitragen, den Aufbau des persönlichen und sozial-gesellschaftlichen Selbstbewusstseins der jungen Menschen zu stärken.

 

Als weitere Zielsetzung des Entwicklungswerks sollen konfessions- und religionsübergreifende Projekte und Zusammenarbeit im Land forciert werden, um damit einen Spannungsabbau zwischen den verschiedenen Religionsgruppen zu erreichen und den Frieden im Land auf lange Sicht zu stützen.

 

Um die christlichen Kulturgüter in Syrien wiederherzustellen und zu pflegen, sollen Kirchen, Klöstern und Wallfahrtsorten finanzielle Hilfen zugute kommen. Im Verlauf des noch anhaltenden Bürgerkrieges im Land wurden viele davon zerstört oder beschädigt.

Durch aktive Kooperation mit europäischen und assyrischen Partnerorganisationen will das Entwicklungswerk bedürftigen christlichen Familien bei der Existenzsicherung zur Seite stehen. Zudem wird es Projekte für berufliche Ausbildung geben.

 

Als „Non-Profit-Organisation“ ist das „Christlich-Europäische Entwicklungswerk für Syrien e.V.“ in Zukunft auf die Unterstützung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Helfern angewiesen, um den vielen obdachlos gewordenen christlichen Familien und Flüchtlingen insbesondere nach dem Ende des Bürgerkrieges wieder eine Heimat zu geben.

 

 

Issa Hanna
"Europaisch-Christliches Entwicklungswerk für Syrien e.V.
1. Vorsitzender

 
Donnerstag, 30.Mai 2013

Erzbischof Matta Roham traf Mitglieder des neu ge-gründeten Europäisch-Christlichen Entwick-lungswerks


Ein Beitrag von Abdulmesih BarAbraham
Aus dem Englischen übersetzt von Marianne Brückl

(AINA – München) Am Samstag, den 18. Mai 2013 traf Erzbischof Matta Roham während seines kurzen Aufenthalts in München Mitglieder des neu gegründeten Europäisch-Christlichen Entwicklungswerks. Der Geistliche berichtete über die gegenwärtige Lage in Syrien und insbesondere in der Provinz Hassake. 

Dies war bereits die zweite Zusammenkunft mit dem Erzbischof in Deutschland, bei dem die Situation in Syrien Hauptthema war. Die letzte Begegnung hatte im März 2012 in der Stadt Augsburg zusammen mit dem Oberhaupt der katholischen Diözese, Bischof Dr. Konrad Zdarsa stattgefunden; Erzbischof Matta wurde dabei vom Syrisch-orthodoxen Bischof Silvanos aus Homs begleitet, der über die tragische Lage der vertriebenen Christen in seiner Stadt berichtete.

Beim jüngsten Treffen hatte Erzbischof Matta eine authentische Einschätzung der neuen Situation der Christen in Syrien allgemein und speziell in der Provinz Hassake gegeben, wo er seinen Sitz hat. Zusätzlich entwickelte sich eine Diskussion über die Sicherheit und die humanitäre Krise im Land, sowie über Optionen, das notleidende christliche Volk in Al-Jazira und die Flüchtlinge in den Nachbarländern von Syrien zu unterstützen. 

Vor Kurzem hatte Seine Heiligkeit Mor Ignazius Zakka I, Patriarch von Antiochien und des ganzen Ostens, Erzbischof Matta Roham nach Europa entsandt, um die Probleme der Flüchtlinge in Griechenland ebenso wie in den Nachbarländern von Syrien zu beurteilen und zu regeln.

Am Freitag, den 19. April 2013, empfing Kardinal Schönborn aus Wien Erzbischof Roham, der ihm eine außerordentliche Botschaft des Patriarchen, Seine Heiligkeit Mor Ignazius Zakka I, überbrachte. Darin bat der Patriarch den Kardinal, dem Erzbischof zu helfen, seine Mission zum Erfolg zu bringen.

Hinsichtlich der aktuellen Situation der Assyrer (auch bekannt als Syrer und Chaldäer) in der Provinz Hassake, berichtete Roham, dass der ländliche Raum, der Grenzen zum Irak und Tur Abdin in der Türkei besitzt, jetzt von verschiedenen Rebellengruppen kontrolliert werde. Die Regierung habe die ländlichen Gebiete verlassen und konzentriere ihre Streitkräfte auf die beiden großen Städte Hassake und Qamishly. Die Menschen in diesen beiden Städten hätten große Angst, dass die Kämpe irgendwann in ihren Straßen beginnen könnten.

Hassake liegt ca. 80 km entfernt vom nahe der türkischen Grenze gelegenen Qamishly. Für den Fall, dass die Kämpfe beginnen, ist absehbar, dass eine große Anzahl von Kindern, Mädchen, Frauen und älteren Menschen die Grenze zur Türkei überqueren wird. Dies würde eine weitere Eskalation der ohnehin bereits sehr dramatischen Situation für die christliche Bevölkerung bedeuten.

Hassake und Qamishly haben bereits eine große Anzahl vertriebener Familien aus anderen zerstörten Gebieten in der Al-Hassake-Provinz, wie Dair Al-Zor, Ras Al-Ayn, Tabqa, Raqqa und Shaddadi, aufgenommen. Die Kirche von Dair Al-Zor wurde bereits im Frühsommer 2012 zerstört, ebenso wie das Gotteshaus der Armenier. Die Gläubigen verließen das Gebiet und wurden in viele andere Städte umgesiedelt, aber die meisten von ihnen haben sich in Hassake niedergelassen.

Zu Beginn 2013 kamen einige neue vertriebene Familien von Tabqa, Raqqa und Shaddadi. Erzbischof Roham nahm sofort all ihre Kinder in der Sabro (= Hoffnung) Privatschule auf. Die vertriebenen Menschen von Deir Al-Zor, Ras Al-Ayn, Tabqa, Raqqa und Shaddadi können nicht in ihre Heimatstädte zurückkehren, da viele von ihnen ihre Häuser und ihr Eigentum verloren haben.

Die wirtschaftliche Situation in der Provinz Al-Hassake ist nicht besser als in anderen Gebieten Syriens. Alle Arten von Lebensmitteln sind überteuert und beinahe unerschwinglich geworden. Die Menschen in der Provinz Hassake leiden unter viele Stunden andauernden Stromausfällen. Die Region war über zwei Monate von der internationalen Kommunikation abgeschnitten. Privatbanken sind lahmgelegt, weil das Internet nicht funktioniert. Systematische Entführungen gehen weiter, über 70% der Entführungen in Al-Jazira betreffen Christen und es werden horrende Lösegeldzahlungen für ihre Freilassung verlangt. Täglich fliehen Menschen über die Grenze in die Türkei sowie die angrenzenden Nachbarländer.

Die Inflation in Syrien beeinträchtigt das Leben der syrischen Bevölkerung in jeder Hinsicht. Die Wirtschaft geht täglich nach unten und die Preise für Nahrungsmittel, Benzin und Bedarfsstoffe gehen nach oben. Durch die Arbeitslosigkeit hat die Zahl der armen Familien erheblich zugenommen. Der extrem kalte Winter von 2013 hat allen Familien noch mehr Leiden hinzugefügt, als sie ohnehin schon tragen.

Zwischenzeitlich konnte Erzbischof Roham viele Kontakte mit hohen Kirchenvertretern und humanitären Organisationen schaffen, wie Missio, Misereor und Kirche in Not, um die syrischen Christen in der Heimat und im Ausland zu unterstützen.

Das Europäisch-Christliche Entwicklungswerk dankte dem Bischof für seinen Einsatz für die notleidenden Familien und Flüchtlinge. Es wurde vereinbart, hinsichtlich der Arbeit für die syrische christliche Bevölkerung in Kontakt zu bleiben und zu kooperieren.

Spenden für Syrien – Sie retten Leben 

 

 

Das Elend der syrischen Bevölkerung wird von Tag zu Tag größer. Doch noch immer reichen die Spenden längst nicht aus, um diese Not nur ansatzweise zu lindern. 

 

 

  

 

Der bereits seit über 22 Monate andauernde Bürgerkrieg in Syrien fordert immer mehr Menschenleben. Besonders betroffen ist die christliche Bevölkerung, die zunehmend zwischen die Fronten gerät. Die unschuldige Bevölkerung ist mehr denn je auf Spenden angewiesen, um in der Heimat überleben zu können.

Lebensmittel sind unerschwinglich geworden, die Bevölkerung leidet an Hunger, Kälte, Mangel an warmer Kleidung und medizinischer Versorgung.

Daher bittet die ADO noch einmal eindringlich um Spenden für die in Not geratene Bevölkerung Syriens.


 

Bankverbindung:

 

Stadtsparkasse Augsburg

Konto: 301713
BLZ: 720 500 00

IBAN: DE08 7205 0000 0000 3017 13

SWIFT-BIC: AUUESDE77XXX

 
Kennwort „Syrien“
 

Die ADO bedankt sich herzlich für alle bisher eingegangenen Geld- und Sachspenden.

 

Syrien Special 13-5-13-S.pdf

 
Mittwoch, 22.Mai 2013

Syrian Orthodox Archbishop Speaks on the Situation of Christians in Syria


Munich (AINA) -- On Saturday, May 18, Eustatius Matta Roham, the Archbishop of the Syrian Orthodox Church of Antioch for Northern Syria, met activists of the newly formed European Christian Relief Organization (ECRO) in Munich, where he came to visit the White Fathers and other Catholic organizations asking for support for the Syriac (also known as Assyrian and Chaldean) Christian people. This was the second meeting with the Archbishop in Germany and the situation in Syria was the main topic of discussion. His last trip to Germany took place in May 2012, when he visited the city of Augsburg for a meeting with the local Head of the Catholic Diocese Bishop, Dr. Konrad Zdarsa, and the local Caritas chapter. The Archbishop was accompanied by the Syrian Orthodox Bishop Selwanos of Homs, who reported on the tragic situation of the displaced Christians in his city.

During the recent meeting Archbishop Roham gave an authentic assessment of the recent situation of the Christians in Syria in general and in the Province of Al-Hassake in particular, where he resides. In addition, the talk evolved around the security and humanitarian crisis in the country and options for supporting the suffering Christians in Northern Syria and the refugees in the neighboring countries of Syria.

After the civil war began in Syria, Archbishop Roham took responsibility for the poor parishioner of his Archdiocese and traveled to many places where the flock of the Syrian Orthodox Church was in despair.

Recently, His Holiness Ignatius Zakka I Iwas, Patriarch of Antioch and All the East, sent the Archbishop to Europe in order to assess and manage the problems of the refugees in Greece and in neighboring countries to Syria. He carried a special letter from the Patriarch to Cardinal Schönborn of Vienna to help in bringing the mission to success.

On Friday, April 19, 2013, Cardinal Schönborn received Archbishop Roham, who delivered the letter of the Patriarch. After the meeting Archbishop Roham conveyed the following message to Cardinal Schönborn, saying:

I was deeply touched by your intensive listening to the suffering and risk, which my people and I are facing in Syria during these very difficult days. When hearing Your Eminence offering me a place in your own residency, I felt that I am not left alone and I do have a great brother in Christ helping me in carrying the cross. Your generous offering has reminded me of practicing "Philoxenia," like our Father Abraham, and your encouraging words have echoed in me the words of Jesus, "I was a stranger and you invited me in" (Matthew 25:35). Indeed, I will never forget how much you cared about the well-being of my suffering people and churches. I will always be grateful to your Christian flowing love and faith.

With regards to the current situation of the Assyrians and other Christians in Hassake province, the Archbishop reported the countryside of Northern Syria, which has borders with Iraq and Tur-Abdin in Turkey, "is now mostly controlled by different rebel groups."

The government seems to have abandoned the rural areas with little towns while concentrating its focus in the two large towns, namely Hassake and Qamishle. People in these two towns have a great fear that fighting might start at any time in their streets. Hassake is about 80 km from Qamishle, which is located on the Turkish border. "In case fighting will start, a very large number of children, girls, women and elderly people will cross the border to Turkey," said the Archbishop.

According to the Archbishop Hassake and Qamishle have already welcomed many displaced families from other destroyed areas in Al-Hasske Province, like Dair Al-Zor, Ras Al-Ayn, Thawra, Tabqa, Raqqa, and Shadadi. The Church and a School in Dair Al-Zor were already destroyed in early summer 2012. The faithful left the area and became displaced in many other towns, but most of them have settled in Hassake. In Ras Al-Ayn churches and Christian symbols were destroyed.

In early 2013, some new displaced families arrived from Thawra, Raqqa and Shadadi. Archbishop Roham accepted immediately all their children in Amal Private Schools. "The displaced people of Dair Al-Zor, Ras Al-Ayn, Thawra, Raqqa and Shadadi cannot go back to their home towns, because many of them lost their houses and property," the Archbishop added.

Archbishop Roham spoke also about earlier activities in his diocese. In January 2013, the three bishops in Hassake -- Yacoub Behnan Hendo of the Syrian Catholic Church, Afrem Nathanael of the Assyrian Church of the East and Eustathius Matta Roham -- met to discuss many issues of concern, including kidnappings. A protest march was organized with other notables of the region that criticized the government's stand of inactivity against kidnappings, with most of the victims being Christians.

With regards of the economic situation in Al-Hassake Province, the Archbishop said "the situation is not better than other areas in Syria. For example, the cooking gas costs 5,000 Syrian Pounds. It used to cost less than 400 Syrian Pounds before the uprising. All kinds of food are expensive. People in Al-Hassake Province suffer long hours of electricity cuts. The region has been cut from international communications for more than two months. The private banks are paralyzed, because the internet is not functioning. The systematic kidnapping is still going on, and there is a daily escape of people across the border to Turkey."

Inflation in Syria has affected all aspects of life. The economy is going down day after day and the prices of food, fuel and all materials are going up. Unemployment has plunged families into poverty. The middle class became poor, and the poor became more poor. The extremely cold winter of 2013 added more suffering to all.

Archbishop Roham has made many contacts with Church and State leaders in Europe in order to help Assyrians at home and abroad.

On May 7, 2013, Archbishop Roham met Monsignor Huber, Father Josef Moser and Mr. Sebastian Bugl in Munich. He thanked them for their great work with his Archdiocese in the past few years. Also, he asked them and all Catholic organizations in Munich, such as Missio, Misereor and Church in Need, to help the poor suffering Christian families in Syria and abroad.

By Abdulmesih BarAbraham

 
Mittwoch, 17.April 2013

,,Kleine Spende zu Ostern“ für die in Not geratenen aramäischen/assyrischen/chaldäischen Christen


Sehr verehrter Pfarrer und sehr geehrter Kirchenrat,

98 Jahre nach dem Völkermord an den Aramäern/Assyrern/Suryoye, müssen die Christen in Syrien wieder jeden Tag Zerstörung, Leid, Elend, Entführung und die Tötung von Angehörigen miterleben. Nach dem Motto ,,Wir brauchen endlich Taten, nicht Worte!“ startete der Vorsitzende der BSK, Pfarrer Semun Demir mit dem Segen der syrisch-orthodoxen Kirche am 01.04.2013 die Hilfsaktion ,,Kleine Spende zu Ostern“.


Mit dieser Aktion stärken wir gemeinsam mit der Leitung unserer Kirche den Glauben der Christen in der Heimat, zeigen ihnen, dass wir uns nicht nur in der BRD für sie politisch engagieren, sondern auch vor Ort versuchen, ihnen zu helfen, damit sie unsere geliebte Heimat nicht verlassen müssen. Welche Zukunft hätten wir in der Diaspora, wenn alle Christen Syrien verlassen müssten? Der Osten der Türkei ist bekanntlich schon von Christen weitgehend ,,gesäubert“ worden!


,,Deshalb möchten wir in dieser schweren Zeit nicht nur fasten und für die Betroffenen beten, sondern sie auch aktiv humanitär unterstützen. Die Aktion ,,Kleine Spende zu Ostern“ läuft bis zum 29.04.2013 und soll die Not der Christen etwas lindern“, kommentierte Serkis Aras, Repräsentant der HSA in einem Gespräch mit dem Bischof die Hilfsaktion.

Nachdem wir uns mit unserem Bischof Mor Philoxenos Mattias Nayis, der Caritas und den aramäischen/assyrischen Großhändlern beratschlagt haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass Geldspenden besser sind als Lebensmittelspenden:

1. ,,Lebensmittelspenden sind mit größeren logistischen Kosten verbunden, da allein ca. 5000.- € Transportkosten pro LKW anfallen“, so die Großhändler. ,,Mit dem eingesparten Geld für den Transport können noch mehr Grundnahrungsmittel gekauft werden. Außerdem sind 50.- € in Nusaybin oder Mardin mehr wert.“

2. ,,In der BRD sind Geldspenden auch zu bevorzugen, weil dann die Lebensmittel bei Großhändlern gekauft und in Kartons einheitlicher Größe verpackt, besser auf Paletten passen“, erläuterten die aramäischen/assyrischen Großhändler.

3. Die Caritas ist auch der Meinung, dass es besser ist, der BSK Geld zu spenden. ,,Mit der gleichen Summe können in Nusaybin oder Kamishli mehr Lebensmittel gekauft werden. So kann die Hilfe schneller die in Not geratenen Christen erreichen.“


4. Schlussendlich ist auch unser Bischof der Auffassung, dass Geldspenden sinnvoller sind. Der Vorsitzende der BSK, Pfarrer Semun Demir wird vor Ort die Verteilung der Geldspenden und den Kauf von wichtigen Grundnahrungsmitteln überwachen und transparent gestalten. Wir von der BSK setzen auf eure Unterstützung! Helft euren Brüdern und Schwestern mit einer Geldspende, damit sie in unserer Heimat bleiben können.

Danke.
Geldspenden können in der ganzen BRD auf das folgende Konto überwiesen werden:
Sparkasse Gütersloh, Kontonummer: 8014722, BLZ: 47850065

Frohe Ostern und herzliche Grüße
Bethnahrin Solidaritätskomitee (BSK)
Pfarrer Semun Demir


(Liebe Bürgerinnen und Bürger! Herr Serkis Aras (Repräsentant der HSA) hat dieses Rundschreiben verfasst und am
12.04.2013 zusammen mit dem Schreiben unseres sehr geschätzten Bischofs Mor Philoxenos Mattias Nayis an
46 syrisch-orthodoxe Kirchen in Deutschland geschickt.)

 

PDF: Bethnahrin Solidaritätskomitee (BSK)
PDF: Schreiben_Bischof

 
Freitag, 12.April 2013
 
Dienstag, 09.April 2013

Die NISIBIN – Stiftung für Aramäische Studien


Die NISIBIN – Stiftung für Aramäische Studien feiert am 15.04.2013 mit einem Empfang die Errichtung der „Arbeitsstelle für Aramäische Studien“ an der Universität Konstanz. Diese Forschungsstelle wird im Fachbereich Geschichte und Soziologie unter der Leitung von Frau Prof. Dorothea Weltecke angegliedert sein.

 


PDF: Einladungsschreiben

Veranstaltungsort:

Stiftung für Aramäische Studien

Raum V1001 im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Universitätsstraße 10
D-78464 Konstanz

Beginn: 18 Uhr


Programm:

Begrüßung

Martin Halef
Vorsitzender der Stiftung für Aramäische Studien

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Kamil Hanna
Oud

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Grußwort

Prof. Dr. Silvia Mergenthal
Prorektorin der Universität Konstanz

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Tigran Harutyunyan
Violine

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Festrede

Prof. Dr. Karl Pinggéra
Philipps-Universität Marburg

.....................................................................

Kamil Hanna
Oud

.....................................................................

Grußwort

Prof. Dr. Dorothea Weltecke
Universität Konstanz

.....................................................................

Tigran Harutyunyan
Violine

.....................................................................

20:00 Buffet mit Aramischen Spezialitäten


Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!

PDF: Empfang zur Errichtung der Arbeitsstelle für Aramäische Studien






 
Samstag, 23.Februar 2013

Eine geballte Ladung Kompetenz stärkt die HSA


 

Eine geballte Ladung Kompetenz stärkt die HSA

 

- Expertenrunde in Bad Vilbel

 
 

Die HSA lud am Sonntag, 17. Februar 2013, in den Vereinsraum Beytzebdey, in Bad Vilbel mehr als ein Dutzend aramäische/assyrische Akademiker und Manager zu einem "HSA-Meet-and-Greet" ein.

Die Vision der HSA: Eine Art Expertenrat aus der Suryoye-Bildungselite zu konstituieren, um Projekte systematischer und professioneller zu realisieren, die dem Gemeinwohl der Suryoye gelten.

 

Seit fünf Jahren besteht der gemeinnützige Dachverband HSA. 17 Mitgliedsvereine bundesweit sind dieser Föderation angegliedert. Der Vorstand der HSA hält die Fäden und Kontakte zusammen. Er entwirft einen Jahresplan mit Aktionen wie Vorträge, Sportveranstaltungen und Hage. Im Rotationsprinzip führen die Mitgliedsvereine diese aus. Der Vorstand unterstützt sie organisatorisch.

 Dem Head der HSA obliegt außerdem der Part der Öffentlichkeitsarbeit und politischer Interaktion. Er bildet und pflegt Netzwerke zu anderen Organisationen, Politikern und strategisch wichtigen Persönlichkeiten. Je nach Brisanz werden, neben einer regen Korrespondenz mit Medien und Politikern, Aktionen wie Protestmärsche, Spendenaufrufe oder Bündnisse initiiert.

Vor allem in diesem Bereich sind die Anforderungen gewachsen. So entstand die Idee, aber auch die Notwendigkeit, neue Mitglieder und Förderer mit entsprechendem Know-how für die Ziele und Arbeit der HSA zu gewinnen.

Außerdem möchte sich die HSA dem Wandel der Zeit anpassen und ihre Strukturen entsprechend modifizieren. So sind neue Köpfe, Ideen und Kompetenzfelder für eine ehrenamtliche Organisation wie die HSA unerlässlich. 

 Die Resonanz der Anmeldung zur Expertenrunde im Raum Frankfurt war erfreulich hoch. Die Moderation leitete der Kopf der HSA-Öffentlichkeitsarbeit Isoh Malke. HSA-Vorsitzender Saliba Joseph begrüßte die Gäste und berichtete über die einstigen Gründe, vor fünf Jahren, eine neue Föderation zu etablieren.

Maria Maroge vom HSA-Öffenlichkeitsausschuß ließ fünf Jahre HSA-Aktionen Revue    passieren, um den Gästen Einblicke in die verschiedenen Handlungsfelder der HSA zu gewähren. Der 2. HSA-Vorsitzender Aziz Gergin präsentierte einen Kurzumriss zur gegenwärtigen politischen Lage der Suryoye in Deutschland, im Irak, Libanon, in Syrien und der Türkei.

Als Best-Practice-Beispiel für netzwerkübergreifende Arbeit stellte nach der Kaffee- und Kuchenpause Soziologe Kenan Araz das staatliche Förderprogramm "Geschichten in Vielfalt" vor.

Nihat Aras vom HSA-Öffentlichkeitsausschuß widmete sich als letzter Redner den möglichen Strukturveränderungen und Zielen der HSA. Er leitete über zur Diskussion und zum Brainstorming.

Die geladenen Gäste machten viele konstruktive Vorschläge, die bei einem weiteren Treffen vertieft werden sollen. Die Anwesenden sagten alle ihre Teilnahme dafür bereits zu.

Seinen geselligen Ausklang fand das Treffen anschließend im Restaurant Vinum.

 Zeit und Ort für die nächste Expertenrunde werden eruiert, zu der sich bereits weitere neue Interessenten angekündigt haben. Der HSA-Vorstand freut sich über diese geballte Ladung Kompetenz.
 
 

@ u:

 

Du wolltest Dich schon immer gern ehrenamtlich für Dein Volk einbringen, vielleicht sogar im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, auf politischer Ebene und bei anspruchsvollen Projekten unterstützen? Der HSA-Vorstand freut sich über neue, engagierte Verbandsfreunde. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du bereits einem Verein oder einer anderen Organisation angegliedert bist und welche politische Gesinnung Du pflegst.

 

Wir sind ein tolerantes, dynamisches Team, das sich auf Augenhöhe und mit Freude am Ehrenamt für die Belange der Suryoye einsetzt. Wir pflegen untereinander ein ehrliches, unkompliziertes, freundschaftliches Verhältnis, mit der Absicht, produktive Ergebnisse für das Gemeinwohl zu erzielen.

 

Unsere Korrespondenz führen wir überwiegend virtuell oder telefonisch, da wir bundesweit verteilt leben. So lässt sich diese Arbeit gut in den Alltag integrieren.

 
 

Habt Ihr weitere Fragen?

 
Bschayno - unter : suryoyedeutschland@yahoo.de

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    Facebook:suryoye.deutschland

 
 
 
 


 
Freitag, 18.Januar 2013
 
News von 2012
Donnerstag, 27.Dezember 2012

MOR AUGİN MANASTIRI VE SÜRYANİ TOPRAKLARI


ZEYNEP TOZDUMAN

Mezopotamya´da sevgiyle, sabırla, umutla bir tarih direniyor´ Annesinin memesini yudum yudum emen, savunmasız bir çocuk şimdi Nusaybin/Girmeli´deki Mor Augin manastırı. Mor Augin manastırı; Süryani halkının, Mor Gabriel manastırının arazilerinin politik bir oyunla işgalinden sonra, bir başka acısıdır. Bu halkın, acıyla bezenmiş sessiz çığlıkları yüzyıldır yankılanıyor, Tur İzlo (Bagog) dağlarında...

Yıkılan, dökülen, kaderine terk edilen, her yeri sevgiye ve barışa o kadar hasret ki. Bir yudum sevgiyi, kardeşliği, dostluğu sunmak, ne zormuş bu ülkede? Sevgiye değil nefrete, İnsana gitmeyi değil, insana zulüm etmeye programlanmış bir ülkede, SEVGİ hangi kuşun kanadında yetişir aceb? Bu manastırın ruhu, yaşadığı onca doğa ve insan felaketine rağmen, Kutsal kitap İncil´de de yazdığı gibi sevgi, sabır ve umutla direnmiş, bu günlere gelebilmiştir. Bu manastıra sahip çıkmak, ülkemizde azınlık konumunda olan salt Hıristiyanlığa (Ezilenlere) değil, tek tanrılı bütün dinlere, bunun ötesi, insanlık tarihine sahip çıkmaktır. Öksüz ve yetim kalmış bir coğrafyada direniyor, Mor Augin manastırı. Mor Augin manastırının kısa bir tarihçesini anlatmak istiyorum sizlere. Süryani Hıristiyanlığına göre Mor Augin manastırı bütün manastırların anasıdır.

Yine Süryani inancına göre Süryani halkının Kutsal kudüsüdür. İsa Mesih ´ten yaklaşık 300 yıl sonra Mısır´dan, Mezopotamya´ya Hıristiyanlığı yaymak için 72 rahibin gelip inşa ettiği bu manastır, teknolojinin olmadığı o çağda taşların üstüne nasıl inşa edilmiş olduğunu gördüğünüzde, hayretler içerisine gireceksiniz. Âdeta Kartal yuvasını andıran çok büyük bir alan üzerinde kurulu bu manastır, insan emeğinin en ilkel yöntemleriyle yapılmış muhteşem bir eseridir. O dönemde henüz mimarlık ve teknolojinin gelişmediği gözüne alınırsa, insanoğlu inançla o kadar devasa bir eseri, sabırla nasıl örmüş inanamazsınız. Evet, Mor Augin ilk bakışta muhteşem olduğu kadar, acıyı, yok oluşu da o denli derin hissettiriyor insana. Bir zamanlar Mor Augin manastırı, sonradan yapılan on manastıra öncülük ettiği için merkez üssü görevini görmekteymiş. Belki de bu yüzdendir, sonradan yapılan manastırların Anası olma sıfatını alması. Kitapları, sayısız sunakları ve ibadet edilecek inziva yerleri, şapellleri, sütunları, kiliseleri, tarihsel yazıları ile bu manastırda adeta tarihe yolculuk ediyor insan.

Süryani inancına göre Azizlerin ayak izleri ile bereketlendirildiği bu manastırın, her yerini, sararan otlar kaplamış. Sanki bu manastır hep hazan mevsiminde var olmuş gibi dokunduğunuz, gözünüzün görebildiği her yerinden çaresizlik ve hüzün akıyor. Her insanın yaşadığı topraklarda, tarihe karşı bir sorumluluğu vardır. Süryani tarihinin değerli bir eseri olan Mor Augin manastırına sahip çıkmak, bu ülkede yaşayan tüm halkların, özellikle bölge itibarıyla Kürt halkının görevidir. Bölgede Süryani halkının arazi davası ile ilgili yaşadığı o kadar çok sorun var ki, Türkiye kamuoyu, Süryani halkını, Devletin Mor Gabriel manastırına haksız bir şekilde açılan toprak ve arazi davalarıyla tanıdı. Bölgede Süryani halkına sadece devlet mi, haksızlık ediyor? Daha geçenlerde basında yer alan bir haberde, Mardin İHD´nin ara bulucuk yaptığı Midyat´a bağlı ZAZ köyünde, Kürt komşulara emanet edilen toprakları, işgal eden ve Süryanilerin yetiştirdiği ürünlere el koyanlar mı? Aramazsınız yine Midyat´a bağlı Kafro köyünde baskı, darp ile karşılaşan, Diaspora´dan dönüş yapanları, Onurlu Kürt ve Arap halkı sahip çıkmayacaksa kim sahip çıkacaktır?

Türkiye Cumhuriyet´i, yüzyıldır Osmanlı oyunlarıyla, yasalarıyla, baskılarla bölgede sayılarını üç bine düşürmeyi başarmıştır. Son bir-iki yıldır Şırnak, İdil ve Midyat´ta Kilise misafirhanelerine yıkım kararları çıkması, sayıyı daha da azaltmak için olsa gerek. Tarihi bir yapıyı kendi kaderine terk etmek, sahip çıkmamak, ayak oyunlarıyla topraklarını ele geçirmek, bir katliamdır. Bu bir tarihi yok etme, kültür katliamıdır! Mor Gabriel manastırının hukuk mücadelesinde, Süryani halkıyla yan yana olan Kürt halkından ve özellikle BDP´den şimdi de Mor Augin'e daha fazla sahip çıkmasını bekliyoruz. Mor Augin´nin arazi davasıyla ilgili sorunlarını, Süryaniler lehine çözmeleri, BDP ´yi ve Kürt özgürlükçülerini, kamu vicdanında daha çok yücelteceğine inanıyorum. Çünkü Mor Augin manastırı Nusaybin/Girmeli ilçe sınırları içerisindedir. Girmeli ilçesi de BDP´li belediyenin elindedir. Bunu bir şans olarak görüyor ve biz, barışseverler, insan hakları savunucuları olarak hak gaspı konusunda yüreğinizin terazisine güveniyoruz. İnancım o´dur ki, ancak acı çeken halklar birbirini anlayabilir.

2009´dan bu yana Kürt halkının yaşadığı acılar, operasyonlar ve tutuklamalara 28 Aralık 2011´de Roboski katliamı eklenmiştir. Katliamın birinci yılında 34 güzel insanı saygıyla anıyor ve diyorum ki,1915´den bu yana bizler, TC.´nin yaptığı hiçbir katliamı unutmadık/unutturmayacağız. Roboski katliamının hesabını sormak, Süryani halkına yapılan katliam, talan, işgal ve gaspın hesabını sormaktan geçer. Süryani halkının işgal, gasp, hile yoluyla elinden alınan arazilerle ilgili bir döneme değil, her döneme damgasını vuran, ezilen halkların savunucusu değerli Teslim Töre hocamızdan, sosyal medya aracılığı ile yardım istedik. Yardım çığlıklarımıza olumlu cevap veren özgürlük savaşçısı hocamız Teslim Töre´nin, sosyal medyada çıkan ´Adalet komisyonuna´ yazdığı yazının ardından, Zübeyir Aydar ve Remzi Kartal ile görüşmesi sonucu, somut bir adım atılacağı haberini almış olmakla, yüreklerimize su serpilmiştir.

Sayın Teslim Töre´nin aktarımıyla, Remzi Kartal ve Avukat Zübeyir Aydar arasındaki diyalogda ´ ben avukatım araştırdım, hile yaparak o topraklara el koymuşlar, Süryaniler giderken söz konusu toprakları, tanıdıkları, güvendikleri birine emanet ederek; biz dönene kadar bakın dönünce biz bakarız demişler. Adam ´tamam´ demiş, ama sonra hile yaparak, aynı toprakları, hazine malı imiş gibi hazineden satın alma işlemleri yaparak, tapuyu kendi üzerine çıkartmış. Dolaysıyla da yasal olarak hiç açık bırakmamış. Bunun yöntemini iyi belirlemek gerekir. Yöntem iyi belirlenmediği taktirde, devlet devreye girerse, gaspçıyı destekler, sorun farklı boyut kazanır. Ne olursa olsun, biz o toprakların eski sahiplerine iade edilmesini mutlaka sağlayacağız. Ancak zamanlama ve yöntemi doğru ayarlamak lazım´ şeklinde Teslim Töre hocamıza bilgi vermişler.

Bu cümleden anlaşılan o ki, Remzi Kartal ve Zübeyir Aydar konuyu ciddiyetle ele alıp hemen araştırmış, sözleriyle gerekeni yapma konusunda somut bir adım atılmış kabul ediyor ve gereğinin yapılmasını bekliyoruz. Ben bir kadınım, anayım. Ve kadınlar doğası gereği yıkıcı değil, barışçıldır. Nerede böyle yıkılmış, terkedilmiş, hayvan barınağı haline getirilmiş Kilise ve Manastır, şapel, görsem yüreğimin sol yanından kan, damlar. Oysaki kendi kutsalımıza saygı, öncelikle diğerinin kutsalına saygıyla başlar. Buradan, Hıristiyan Avrupa halklarının, ortaya çıkaracağı kolektif vicdana da sesleniyorum. Bu manastırın işlerlik kazanması için restorasyonu, çevre düzenlemesi yapılması gerekiyor. Bu manastırın binlerce yıl daha ayakta kalabilmesi için milyonlarca dolara ihtiyaç vardır.

Diaspora´daki Süryanilerin ekonomik katkılarıyla, Mor Augin manastırı olacak gibi değil diye düşünüyorum. Hıristiyan Avrupa´nın da buraya maddi ve manevi destek vermesi gerekir. Bölgede Kürt halkı, Avrupa´dan da Hıristiyan kuruluşları, buraya sahip çıkarlarsa sanırım yeniden Süryani halkına kazandırılır. Nusaybin/GİRMELİ ovasının uçsuz-bucaksız görüntüsünün ayaklarınızın altına serili olduğu, Mor Augin manastırına, yeniden nefes verilmesi, Süryani halkına ait arazilere sahip çıkılması, küresel bir barışa da vesile olacaktır. Haydi! Dostlarım, Bölgede onurlu bir barış için Süryani halkına bir elde sen uzat.

ZEYNEP TOZDUMAN

 
Dienstag, 04.Dezember 2012

Pressemitteilung des Bethnahrin Solidaritätskomitee (BSK)


 Zwischen dem 18. - 26.11.2012 besuchten die Mitglieder des Bethnahrin Solidaritätskomitee die Türkei mit dem Schwerpunkt Turabdin und Mardin, um sich einen eigenen Überblick über die Situation der christlichen Flüchtlinge in den Regionen der Aramäer Assyrer zu machen.

Die BSK Delegation bestehend aus ZAVD, MUB, ADO, ESU, DETA, HSA und die syrisch-orthodoxe Kirche (vertr. durch Pfarrer Semun Demir), besuchte beide Erzdiözesen (Mor Gabriel in Midyat und Deyro du Zafaran in Mardin) und sie führte mit den Bischöfen, Samuel Aktas (Kloster Mor Gabriel) und Saliba Özmen (Kloster Deyro du Zafaran) vor Ort ausführliche, interessante und informative Gespräche.

Die BSK Delegation (Pfarrer Semun Demir, Shlemon Yonan, Isa Asmar und Saliba Joseph) sagte zum Solidaritätsbesuch folgendes:
„ Wir haben uns einen Überblick über die Lage der Angehörigen unseres Volkes im Turabdin sowie über die Anzahl der christlichen Flüchtlinge in den Regionen verschaffen können, um die entsprechenden Hilfsmaßnahmen richtig zu koordinieren!“
Die BSK weiter: Wir wollten einerseits unsere Solidarität den Flüchtlingen aus Syrien zeigen, andererseits unseren Landsleuten im Turabdin die anfallenden Sorgen gemeinsam zu teilen.

Des Weiteren führte die BSK mit weiteren vielen Persönlichkeiten im Turabdin Gespräche um die Situation der christlichen Flüchtlinge zu stabilisieren.

Berlin, 28.11.2012


Pressemitteilung (PDF)

 
Donnerstag, 29.November 2012

Eine Verwaltung des Al-Jazeere-Gebietes in Syrien kann es nur mit allen Ethnien (nämlich Assyrer, Araber, Kur-den*) geben


 

Am 21. Oktober 2012 stellte sich der Vorsitzende des Politbüros der Assyrischen Demokratischen Organisation in Qamishli den kritischen Fragen von Amer Mourad, Reporter der Al-Kurdiye-News, zur künftigen Verwaltung des Al-Jazeere-Gebietes in Syrien.

 

 

 

Hier ist der vollständiger Wortlaut des Interviews:

Frage 1: Der Nationalrat der Kurden in Syrien und viele Kurden sowie andere Volksgruppen demonstrieren gemeinsam für einen alle Gruppen umfassenden Föderalismus. Akzeptieren Sie einen solchen Vorschlag?

 

Es ist das Recht des Nationalrats der Kurden, wie auch der Kurden und anderer ethnischen Gruppen, auf Postern und Transparenten ihre Forderungen öffentlich zu machen, soweit es keine Provokation für andere darstellt. Ich denke, dass die Kurden, die Assyrer (Suryoye) und alle anderen Nationalitäten ihre vollen Rechte im neuen Syrien, nach dem Beseitigung der Tyrannei erlangen werden und dann einen modernen demokratischen Staat aufbauen, der ihre Identität, Existenz und Rechte anerkennen wird. Diese Rechte werden in der neuen Verfassung sichergestellt, unter Zustimmung und mit dem Einverständnis aller nationalen Teilhaber.

 

Frage 2: Würden Sie eine alleinige kurdische Verwaltung über diese Gegend akzeptieren?

 

Syrien gilt vornehmlich, als ein Land des nationalen, religiösen und kulturellen Pluralismus und der Vielfalt; besonders das syrische Al-Jazeere-Gebiet [im Nord-Osten Syriens] ist das lebendige Beispiel dieser Vielfalt. Somit schließe ich einen solchen Vorschlag völlig aus. Niemand darf die Region individuell verwalten und die übrigen Partner ausschließen, unabhängig von seiner zahlenmäßigen Größe und Stärke. Ich habe keinen in diese Richtung gehenden Trend oder Bestreben feststellen können, dass seitens der Parteien der nationalen kurdischen Bewegung ein Monopol und Exklusivität in Anspruch genommen wird. Wenn es eine Tendenz oder Neigung zu einem solchen Trend bei einigen Parteien geben sollte, so werden alle ihre Isolierung fordern und sich ihnen in den Weg stellen, damit die Partnerschaft, Stabilität und Koexistenz zwischen allen Bevölkerungs-Komponenten erhalten bleibt.

 

Frage 3: Sollte es zu irgendeiner Art kurdischer Verwaltung des Gebietes kommen, würden Sie dann eine Partnerschaft akzeptieren? Und was wären die Bedingungen dieser Partnerschaft?

 

 

Wie ich bereits sagte, beheimatet das syrische Al-Jazeere-Gebiet die ganze Vielfalt, die in Syrien lebt, wie Araber, Kurden, Assyrer (Suryoye) und Armenier; also auch Moslems, Christen und Jeziden (Ezidi). Jede zukünftige Verwaltung dieser Region müsste diese demographische Situation berücksichtigen, weil nur darin eine vollgültige nationale Partnerschaft zwischen allen Komponenten ihren Ausdruck findet, ohne Ausgrenzung oder Marginalisierung irgendeiner [ethnischen] Gruppe.

Frage 4: Haben Sie Vorschläge für eine assyrische Verwaltung von bestimmten Gebieten?

 

Es gibt keinen solchen Vorschlag seitens der Assyrischen Demokratischen Organisation und es gibt keine exklusiven assyrischen Gebiete, mit Ausnahme von einigen assyrischen Dörfern entlang des Flusses Al-Khabur, die an andere Dörfer unserer arabischen und kurdischen Brüder angrenzen, während unser Volk in den Städten zusammen mit unseren arabischen und kurdischen Brüdern lebt. Deshalb wäre es unrealistisch, wenn wir solche Vorschläge unterbreiten würden.

 

Frage 5: Wie ist Ihre Meinung darüber, dass die [Al-Jazeere] Region zögert, sich im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Syrien zu bewaffnen und zu engagieren? 

 

Die Menschen in der Region zögerten nicht, sich an der friedlichen Revolution des syrischen Volkes zu beteiligen, im Gegenteil, sie gehörten zu den ersten, die an Demonstrationen und Protesten teilnahmen, früher als in manchen anderen Provinzen. Über einen Zeitraum von zwanzig Monaten nach Ausbruch der syrischen Revolution, behielten sie ihre friedlichen Aktivitäten bei. Das Regime hat seinerseits Provokationen in dieser Region vermieden, einerseits als Folge der Schwäche und der Erosion seiner Kapazitäten und andererseits, um seine Kapazitäten in anderen Gebieten zu nutzen. Durch diese Haltung konnten Städten und Gemeinden des Al-Jazeere-Gebiets als sichere Zuflucht für das syrische Volk dienen, die aus anderen betroffenen Gebieten vertrieben wurden.

 

Frage 6: Es gibt eine Bewegung unter den Christen, eine Art Exodus in Richtung Europa. Was denken Sie darüber?

 

Das Migrationsphänomen der Assyrer und Christen im allgemeinen im Al-Jazeere-Gebiet existierte schon lange vor der Revolution, und nach Beginn der syrischen Revolution erhöhte sich das Tempo der Migration aufgrund der wachsenden Sorge und Unsicherheit, der Angst vor dem Unbekannten und der Furcht davor, zwischen die Mühlsteine von Chaos und islamistischen Machtkämpfen zu geraten, so wie es im Irak geschah. Hinzu kommt noch die Befürchtung, dass in Syrien ein radikales fundamentalistisches Regime entstehen könnte.

Die Assyrische Demokratische Organisation war immer und ist weiterhin gegen die Auswanderung, weil sie einen Verlust unseres Volkes bedeutet und zur Assimilation führt. Daraus wird, glaube ich, deutlich, dass die ADO und die christlichen Eliten nicht die alleinige Verantwortung für die Auswanderungen haben. Vielmehr liegt es in der nationalen Verantwortung, die die gesamten nationalen Eliten tragen müssen, um dieses Ausbluten zu stoppen, das ein nationaler Verlust für alle ist.

 

Frage 7: Welche Situation beurteilen Sie für Ihr Volk als die Bessere: Vor oder nach dem Fall des Regimes? - Hinsichtlich der verbreiteten Behauptung, dass die Christen es immer mit dem Stärkeren halten.

 

Wenn Ihre Frage einen anklagenden Ton gegenüber unserem Volk und den Christen anschlägt, so ist das zur gleichen Zeit inakzeptabel und ungenau. Es haben nämlich alle Teile des gesamten Volkes sowohl Loyalisten als auch Gegner des Regimes gehabt und das, was für Araber, Kurden und muslimische Sunniten im allgemeinen gilt, sollte auch für die assyrischen Christen und andere Gruppen  gelten. Ich kann nur sagen, dass das Regime bis zum heutigen Tag nicht hätte überleben können, wenn es nicht so viele Unterstützer in der arabischen Mehrheit, den Sunniten und auch unter den Kurden gegeben hätte. Ich möchte betonen, dass die Christen nicht unter dem Schutz und Absicherung des Regimes stehen. Die meisten von ihnen streben den Aufbau eines demokratisch säkularen Staates an, der auf dem Fundament von Gerechtigkeit, Gleichheit und wahrer Staatsbürgerschaft beruht. Das wollen sie mit friedlichen Mitteln erreichen und das ist eine Angelegenheit aller Syrer. Und falls Sie mit Ihrer Frage die Assyrische Demokratische Organisation meinten, so ist die Organisation nicht neu in der national demokratischen Opposition, vielmehr ein Gründungsmitglied der syrischen Opposition, beginnend mit der Damaskus-Erklärung [aus dem Jahre 2005] bis hin zum syrischen Nationalrat. Sie hat nie aufgehört, dem Recht zu folgen und ihre Stellungnahmen ehrlich zu offenbaren; und das, zu einer Zeit, als noch viele das Schweigen als Tugend betrachteten1]



[1] Es ist bemerkenswert zu wissen, dass die Assyrische Demokratische Organisation in der Stadt Qamishli am 15. Juli 1957 gegründet wurde und seitdem in ihrem Kampf friedliche demokratischen Mitteln anwendet und für die verfassungsrechtliche Anerkennung der Existenz und die nationale Identität des assyrischen (suryoye) Volkes und für die Zusicherung all seiner Rechte arbeitet, im Rahmen der Einheit Syriens, sowohl auf Landes- als auch auf Bevölkerungsebene. Sie strebt den Aufbau eines säkularen demokratischen Regimes an, der geprägt ist von den Werten des modernen Zeitalters und dem Aufbau eines Rechtsstaates  mit demokratischen Institutionen und Teilhabe der gesamten  Bürgerschaft.

 

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