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Mor Julius Hanna Aydin

Wir Suryoye leben seit über 40 Jahren in Europa und damit auch in demokratischen Ländern. Wir erleben die Freiheit der Medien, regelmäßig politische Entscheidungen oder öffentliche Personen zu bewerten und auf Missstände hinzuweisen. Eine Medientradition, die sich in den letzten Jahren in fast allen demokratischen Ländern durchgesetzt hat.


Mor Julius Hanna Aydin

Gute Sitten sollte man übernehmen.

Die Arbeit einer Regierung, Partei, oder Organisation wird nach einer Übergangszeit „100 Tage regieren“ bewertet.
Da unsere Organistionen aber nur von Mitgliedern finanziert und organisiert werden, sind diese somit nicht „öffentlich“. Deshalb kann deren Tätigkeit eigentlich auch nur von deren Mitgliedern bewertet werden. Eine Regierung haben wir noch nicht. Also ist unter den Suryoye nur die Kirche ein „öffentliches Organ“. Und als Solches steht es den Medien zu, diese auch zu bewerten und zu kritisieren.

Wir möchten die Amtszeit von Mor Julius Hanna Aydin in den letzten drei Jahre etwas analysieren.

Am 18. Februar 2007 wurde Mor Julius Hanna Aydin in Damaskus von seiner Heiligkeit dem Patriarchen der Syrisch Orthodoxen Kirche von Antiochien Moran Mor Ignatius Zakay Beth Iwas zum Bischof für ganz Deutschland geweiht.

Mit diesem Schritt sollte eine würdelose Auseinandersetzung zwischen der Kirchenführung und dem Diözesanrat in Deutschland beendet werden. Die Kirchenführung will die über 80 000 Gemeindemitglieder in Deutschland in drei Diözesen aufteilen.

Der Diözesanrat stellte sich damals vehement gegen diesen Beschluss mit dem Argument:

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche möchte in Deutschland als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt werden. Dieses Ziel ist mit einem Bischof bzw. einer Gemeinde leichter zu erreichen.

Drei Jahre Mor Julius Hanna Aydin oder nennen wir es „Verkettung unglücklicher Umstände?“ (eine kurze Auflistung der bisherigen Höhepunkte)

  • Mor Julius Hanna Aydin wurde am 18. Februar 2007 zum Bischof für ganz Deutschland geweiht.

  • Drei Monate später wurde der Bischof vom Patriarchen persönlich bis auf Weiteres vom Dienst suspendiert.
    Grund: Während er dem Patriarchat versprach in Deutschland drei Diözesen mit entsprechenden Bischofssitzen zu etablieren, versuchte er mit der Hilfe des Diözesanrates nun genau dies zu verhindern. Er unterzeichnete ein Aufforderungsschreiben an den Patriarchen, welches gegen die Pläne einer Aufteilung der Gemeinde in Deutschland unterstützt.

  • Streitigkeiten innerhalb der Gemeinden eskalierten, weil der amtierende Bischof nicht in der Lage ist, zu schlichten oder mit der ihm zustehenden Kompetenz einzugreifen.

  • Ständig aufflammende öffentliche Streitigkeiten mit dem Diözesanrat

  • Schließlich die Exkommunizierung, des Vorsitzenden aufgrund von Kompetenzstreitigkeiten. (Die Exkommunizierung erfolgte nicht aufgrund religiöser Inhalte sonder aufgrund von Machtkompetenzen und das kann man auch Amtsmissbrauch nennen.)

  • Mor Julius Hanna Aydin hat es immer noch nicht geschafft einen neuen Diözesanrat
    aufstellen.

  • Mor Julius Hanna Aydin hat es bis heute nicht geschafft, dem Bischofssitz zustehende Beiträge in den einzelnen Gemeinden richtig zu organisieren.

  • Das Kloster Warburg muss einen Insolvenzantrag stellen.

  • 15.04.10 berichten deutsche Medien:
    „Der Bischof der syrisch-orthodoxen Kirche wurde in der Nacht zum Donnerstag im Warburger Kloster überfallen und es wurde sein Bart mit einem Messer abgeschnitten.“

    Anstatt die Ermittlungen der Polizei abzuwarten, folgten öffentliche Auftritte und Interviews, in denen er Beschuldigungen gegen Personen ausgesprochen hat, die sich bis heute noch nicht erhärtet haben. Es ist doch merkwürdig, dass nach so detaillierten Angaben und konkrete Hinweise auf Personen, es bislang zu keiner Verhaftung gekommen ist. Warum eigentlich? Hat jemand absichtlich eine falsche Spuren gelegt?

  • Ein Würdenträger muss sein Amt mit Würde tragen. Dazu gehört auch das Auftreten und Agieren des Würdenträgers in der Öffentlichkeit. Fernsehauftritte mit einem blauen Auge, zerfetztem Bart und in Pyjama sind eines Bischofs unwürdig. Er hätte auch nach seiner Genesung warten können. Damit hat er das Amt -das Ansehen als Bischof- ins Lächerliche gezogen.

  • Übrigens: Die Bestrebung - Körperschaft öffentlichen Rechts- wurde nie ernsthaft vorangetrieben.

(Über die Aufgaben, die Mor Julius Hanna Aydin hätte organisieren müssen aber nicht gemacht hat, wie z. B. Priesterseminar, Madrashto, Körperschaft des öffentlichen Rechts … möchte ich nicht eingehen.)

Verantwortung übernehmen

Mann kann natürlich die Verantwortung für diese Missstände auf andere Personen abwälzen, oder als Grund „schwierige Umstände“ angeben. Doch letztlich trägt Mor Julius Hanna Aydin die alleinige Verantwortung für diese Missstände. Mor Julius Hanna Aydin hat während seiner Amtszeit dem Ansehen der Syrisch Orthodoxen Kirche und der Suryoye in Deutschland großen Schaden angerichtet. Die öffentliche Wahrnehmung der Kirche ist so tief gesunken wie noch nie. Es werden Jahre vergehen bis wieder geregelte Verhältnisse in den Gemeinden in Deutschland einkehren werden.

Über die Person Hanna Aydin und seiner Kompetenz als Bischof gab es von Anbeginn in vielen Gemeinden große Bedenken. Viele Gemeindemitglieder in Deutschland zweifelten an seinen Fähigkeiten, eine so große Gemeinde leiten zu können. Es gab viele Warnungen und Hinweise, doch diese Bedenken fanden kein Gehör.

Diözesanrat und einflussreiche Gemeinden wollten keinen kompetenten Bischof für Deutschland haben, sondern einen Bischof, den Sie kontrollieren und dirigieren können.

Die Frage, die sich die Suryoye-Gemeinden in Deutschland stellen müssen ist:

Besteht eine berechtigte Hoffnung, dass Mor Julius Hanna Aydin zukünftig sein Amt angemessen und kompetent führen kann?

Ich denke nicht: Er hat seine Chance erhalten und hat seine Aufgabe nicht erfüllt. Deshalb sollte Mor Julius Hanna Aydin seinen Rücktritt anbieten, damit weiterer Schaden von der Kirche abgewendet und einen Neuanfang ermöglicht werden kann.

Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.“

 

Hiro

 

  
Kommentare
Teil II
Wo und wann hat er jemanden beschuldigt? Gerade durch diesen Auftritt hat er zur Beruhigung der Lage beigetragen. Der Verfasser dieses Artikels scheint kein Wort des Interviews verstanden zu haben.

@“in vielen Gemeinden bedenken“ Gerade dies ist auch ein Teil des Problems der Diözese Deutschland. Mor Julius Hanna Aydin hatte und hat immer noch eine überwältigende Mehrheit der Gemeinden hinter sich. Anstatt dies zu akzeptieren, betreiben einige Geistliche und Laien Obstruktion.

Dieser Artikel ist weit davon fair und ausgewogen zu sein. Und wenn es ein Kommentar ist, dann sollte es namentlich gekennzeichnet werden.

04-06-2010, 13:54:34 | yenas
Was für Blödsinn mancher verzapft....
Unglaublich dass Huyodo diese Artikel überhaupt veröffentlicht!!! Wäre ich betroffen, würde ich dagegen rechtlich vorgehen.

Der Verfasser des Artikels hat so gut wie keine Ahnung von der Materie. Er sucht sich nur das raus was ihm passt. Was war jeweils Ursache und was die Wirkung für Vorkommnisse der letzten drei Jahre? Natürlich kann man in einem Kommentar nicht zu allem Stellung nehmen

Mor Julius Hanna Aydin hat von Anfang keine faire Chance bekommen. Er hat die desolate Finanzlage und den Diözesanrat von seinem Vorgänger übernommen. Natürlich ist es am einfachsten eine einzelne Person für alle Probleme der Diözese aufzuladen. Das ist für alle am billigsten und am einfachsten. Bei den Streitigkeiten und Konflikten der letzten Jahre waren sehr viel mehr Leute (Bischöfe, Priester und Laien) beteiligt.

Die Würde des Bischofs wurde durch die Täter verletzt. Ach so er sollte also warten bis sein Bart wieder die Länge erreicht hat, wie vor diesem Überfall? Wo und wann hat er
04-06-2010, 13:51:39 | yenas
Medienfreiheit = Pressefreiheit
Also ich teile überhaupt nicht deine Meinung. Hasyo Hanna Aydin ist ein guter Bischof der auf Missstände innerhalb der Kirche aufmerksam gemacht hat. Er ist auch einer der mal durchgreift wie im Falle des exkommunizierten Karatas.
Es gibt viele üble Machenschaften innerhalb der Kirche hier in Europa und Hasyo Hanna ist einer der wenigen, der was dagegen tut. Deshalb wird seine Person auch angegriffen!

Aber Du "Hiro" stellst ihn hier für inkompetent dar und legst ihm nahe, dass er zurücktreten solle usw. Ich denke nicht, dass auch nur 1% der Suryoye diese deine Meinung teilt!

Darüber hinaus ist es erbärmlich mit einem Finger auf die Medienfreiheit zu deuten um nicht ins Kreuzfeuer, für die schlechte Darstellung Hasyo Hannas in deinem Artikel, zu geraten.

Keine Sorge die Suryoye haben kein Institut oder Geheimdienst um dich in deiner Pressenfreiheit einzuschränken

04-06-2010, 03:35:26 | Simon


DruckenDrucken | 03-06-2010, 21:57:00 | Admin

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