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Ägypten: Bischof Anba Damian sieht die Kop-ten in Ägypten stärker bedroht als vor der Re-volution. „Die Aussagen des neuen Präsidenten klängen friedenstiftend, doch die Vergangenheit habe ge-zeigt, dass auf Versprechungen der Muslimbrü-der kein Verlass sei. Hoffnungen setze er auf die neue Verfassung: Sie brauche den Zusatz, dass andere Religionen nicht nach Islam-Recht behan-delt werden“ (Quelle: Ev. Sonntagsblatt, München).
Pater Andrzej Halemba, Nahostreferent bei
KIRCHE IN NOT: „Man sollte nicht vergessen, unter welchen Bedingungen ägyptische Christen leben müssen: Sie sind stets einer islamischen Propaganda ausgesetzt, aggressiven Gebeten und Predigten, die fünfmal am Tag über riesige Lautsprecher verbreitet werden. Die Christen fühlen sich ausgeschlossen und am Rande ste-hend: Wir sollten ihnen helfen, indem wir für sie beten, anderen von ihnen erzählen und ihnen eine Stimme geben. Die Christen in Ägypten sollen wissen: Sie sind nicht alleine!“ (Quelle: KIRCHE IN NOT). Eine Gruppe von Christen hat die Vereinigung „Christenbrüder“ mit dem Motto „Liebe zu Ägypten ist die Antwort“ gegründet, während das Motto der Muslimbrüder „Islam ist die Antwort“ die Gesellschaft eher trenne (Quelle:
„proKOMPAKT“ 28/2012).
Fürbitte: Beten wir für die Christen in Ägypten, dass sie in ihrem Land zu Frieden und Gerechtig-keit beitragen können und um viel Weisheit bei ihrem Handeln und um Gottes bewahrenden Segen für sie.
Eritrea: 85jähriger Patriarch der eritreisch-orthodoxen Kirche Abuna Antonius seit 2006 zuerst in Hausarrest und in Haft, nachdem ihm bereits im August 2005 die Amtsausü-bung verboten und er kurz darauf wegen angeblicher Häresie seines Amtes enthoben worden ist. Der eigentliche Grund: Er hatte ge-gen die Verhaftung von drei orthodoxen Priestern protestiert und die Exkommunikation von 3.000 Mitgliedern einer orthodoxen Sonntagsschulbe-wegung verweigert. Der Patriarch leidet an einer schweren Diabetes. Trotz aller Bedrängnis ist der 85jährige Abuna Antonius guten Mutes und betet
für seine Verfolger. Die „Stephanus-Stiftung“ hat dem Kirchenführer wegen seiner Standhaftigkeit den „Stephanus-Preis für verfolgte Christen“ ver-liehen (Quelle: Internationale Gesellschaft für Men-schenrechte = IGFM).
Fürbitte: Beten wir für den Patriarchen Antonius, dass er mit seiner Standhaftigkeit den Christen in Eritrea ein mutmachendes Beispiel in der Lei-densnachfolge Jesu Christi bleiben kann.
Türkei: Das syrisch-orthodoxe Kloster „Mor Gabriel“ verliert die Besitzrechte an 28 Hektar Land in der Umgebung des Klosters vor dem Kassationsgericht in Ankara.FDP-Menschen-rechtsexperte Pascal Kober: „Dieses Urteil ge-fährdet nicht nur das Kloster Mor Gabriel, son-dern zugleich auch die Religion und Kultur der gesamten syrisch-orthodoxen Minderheit in der Türkei. Johannes Singhammer, stellvertredender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
Mit der wirtschaftlichen Existenzfähigkeit des Klo-sters werde auch die Religion bedroht, die von ihm abhängt. Das ist ein Rückschritt im Hinblick auf die Religionsfreiheit in der Türkei“ (Quelle: „proKOMPAKT“ 28/21012).
Fürbitte: Beten wir dafür, dass die Christen in der Türkei die Kraft haben, an ihrem Glauben festzuhalten und um die Erhaltung der Existenz des Klosters Gabriel als dem geistlichen Zen-trum der Syrisch-Orthodoxen Kirche.
Vietnam: Christenverfolgung der Hmong, eine ethnische Minderheit, die vor allem die Hoch-ebenen und Bergregionen bewohnt.
Der vietnamesischen Regierung gelten die Hmong, die in großer Zahl Christen sind, als „zer-setzendes Element der Gesellschaft“ oder als „Agenten des Westens“ In den letzten 20 Jahren hat es unter den Hmong eine Erweckungsbewe-gung gegeben, so dass die Zahl der Christen in diesem Zeitraum auf ca. 400.000 angewachsen sein soll. Aus den Hauskreisen sind mittlerweile Kirchen mit 500 bis 600 Mitgliedern herausge-wachsen. Am 13. Juni 2012 wurden im Muong Cha-Distrikt zwei Kirchen der Evangelischen Kirche von Vietnam von vietnamesichen Offizi-ellen zerstört und der Abriss eines dritten Got-teshauses angedroht. (Quelle: Arbeitskreis „Religi-onsfreiheit – Menschenrechte – Verfolgte Christen“ der Evangelischen Allianz). Daneben hat es mehrere Gewaltakte gegen katholische Gemeinden gegeben: Soldaten, Polizisten, Milizen und Schlä-gertrupps lösten am 1.Juli 2012 einen Gottes-dienst in der Provinz Nghe An und verletzten dabei einen Priester und mehrere Gläubige. Eine Frau schwebt noch immer in Lebensgefahr. Sie sperrten die Zufahrtsstraßen, umzingelten die Kirche mit Sturmgewehren. Der Mob drängte in die Kapelle, demolierte Marienstatuen und ver-jagte die Gottesdienstbesucher (Quelle: IGMF).
Fürbitte: Beten wir dafür, dass die Angriffe auf die Christen aller Konfessionen in Vietnam end-lich ein Ende finden.
Die Stacheldrahtkerze
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