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Um Schülerinnen und Schülern historisches Bewusstsein zu vermitteln, ist es notwendig ihnen unter Anderem das Handwerkszeug von Historikern vorzustellen. Die Arbeit von Archäologen ist dabei vordergründig, denn sie bildet die Grundlage für alle Einheiten der Geschichte. Quellen wie Urkunden, Münzen und Knochen werden dabei zu „Gegenstände die etwas erzählen, die Geschichte haben“.
Archäologie ist ein griechisches Wort und bedeutet „die Kunde von den alten Dingen“.
Diese Wissenschaft befasst sich mit den materiellen Hinterlassenschaften vergangener Kulturen aus prähistorischer Zeit. Sie wertet dazu Denkmäler, Bodenfunde und Schriftquellen aus, um das Bild einer geographisch und zeitlich begrenzten Kultur darzustellen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Gesellschaftsstrukturen, Wirtschaftsund Siedlungswesen, Formen des Alltagslebens, Totenbrauchtum, religiösen
Vorstellungen und künstlerischen Entwicklungen. Die archäologische Forschung in Deutschland hat sich im Laufe ihrer Geschichte in mehrere Einzeldisziplinen aufgeteilt1.
In der Archäologie wird mit verschiedenen absoluten Datierungsmethoden gearbeitet. Diese beruhen auf unterschiedliche Ansätze. Welche Methode anwendbar ist, hängt immer vom jeweiligen Fund ab. Eine Methode zum Bestimmen archäologischer Fundorte ist die so genannte Begehung. Dabei gehen mehrere Personen systematisch ganze Landschaftsbereiche ab und suchen
nach archäologischen Oberflächenfunden und möglichen Hinweisen auf verborgene Fundstellen. Eine weitere Methode ist die Luftbildarchäologie.
Zum Auffinden möglicher Fundstellen fliegen die Forscherinnen und Forscher mit einem Flugzeug über ein weitläufigeres Gelände. Aus großer Höhe sind nämlich sogar die Reste von Siedlungen und Gräbern, die heute unter der Erde liegen, anhand unterschiedlicher
Bodenformen und der verschiedenen Färbung der Erde zu erkennen. Die älteste archäologische Methode für den Bereich der Urgeschichte dient dem genaueren zeitlichen Einordnen von Fundstücken. Sie geht davon aus, dass ähnlich aussehende Fundstücke einer Region aus einem gleichen Zeitabschnitt stammen. Dazu braucht man aber eine ganze Reihe von Fundstücken zum Vergleich. Ebenso nimmt man von
Beigaben aus einem Grab an, dass diese etwa gleich alt sind.
Das Alter mancher Fundstücke lässt sich mit der 14C-Methode bestimmen, die den Gehalt von radioaktiven Elementen in den Objekten misst. Das Alter von Gegenständen aus Holz wird mithilfe der Dendrochronologie bestimmt. Anhand der Jahresringe im Holz ist es möglich, dessen Alter relativ genau festzustellen. So lassen sich etwa Holzgebäude datieren.2
1Dietrich, Karl: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Zeitschrift des Verbandes der Geschichtslehrer
Deutschlands. Band 54, S.214ff.
2 Siehe: http://www.ooegeschichte.at/Welche_Methoden_gibt_es.1064.0.html [Stand 27.09.2009 10:14]
von Mecde Cosar, Lehramtsanwärterin
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